Erziehungswesen
Dass Handwerk einen maßgeblichen Einfluss auf das Erziehungswesen hat, mag wohl niemand bestreiten. Vor der Industriealisierung setzte sich die Wirtschaft maßgeblich aus Familienbetrieben wie zum Beispiel im Bereich der Landwirtschaft zusammen. Traditionell wurde der Betrieb vom Vater auf den Sohn übergeben, dieser übernahm dafür die Altersversorgung der Senioren auf dem so genannten Altenteil. Soziologischen Betrachtungen zufolge, war die Stellung des Vaters innerhalb der Familie sehr stark ausgeprägt. Er war nicht nur die Autoriät der Familie, sondern gleichzeitig Meister und Lehrer seines Sohnes, der durch Erwerb theoretischer und praktischer Kenntnisse in die handwerklichen Besonderheiten des Betriebes hineinwachsen und den Vater auf natürlichem Wege eines Tages in dessen Position ablösen sollte. Auch heute manifestiert sich der Einfluss des Handwerkes auf das Erziehungswesen im Gesamtbild der Ausbildung, im Verhältnis Meister und Lehrling. Und umgekehrt. Unterstützt wird dieser Prozess durch die Berufsschulen, die die Aufgabe haben, maßgeblich zur theoretischen Ausbildung erfolgreich beizutragen. Das erfüllt eine Mutter mit stolz, wenn der Sohn in seiner Ausbildung so erfolgreich ist.Erziehungswesen: Die Erziehung ist nicht immer einfach
Erziehungswesen: Soziale Einrichtungen für Erziehung
Egal, ob das Metallteil in den Schraubstock eingespannt und geschliffen oder die Frage nach der tatsächlichen Beschaffenheit und Eignung speziellen Materials beantwortet werden muss: Vertrauen ist die Grundlage jeder Frage. Wer weder fragt noch forscht, nutzt seine bildungsmäßigen Ressourcen und Chancen nur unvollständig. Das Leben im Betrieb zeigt seine Wirkung auf das Erziehungswesen nicht nur in der Erweiterung intellektueller und manueller Fähigkeiten und Fertigkeiten. Nein, denn ohne soziale Kompetenz im Miteinander der Fachleute und deren Kunden kann die Schlacht schon vor dem Heben des Hammers verloren sein. Verantwortungsbewusstsein, Eigenverantwortlichkeit, Pflichtbewusstsein und Pünktlichkeit heißen die ersten Meilensteine. Mit Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft und Qualitätsbewusstsein erweiterte sich der Weg. Windet sich über Freundlichkeit, Aufrichtigkeit, Fleiß und kundenorientiertem Verhalten den Berg hinauf. Learning by Doing heißt dieser vom Handwerk angebotene Weg, der auf dem Pfad zum Gipfel des Erfolges, der abgeschlossenen Ausbildung, Konfliktlösungen anbietet, dem Strauchelnden die Hand reicht und nicht vergisst, den Lehrling als wichtiger Ressource des Betriebes und der Gesellschaft mit Selbstvertrauen und Energie zu speisen.



