Das Sektionaltor besteht aus mehreren Teilen
(Sektionen), die waagrecht untereinander angebracht und
mit Gelenken verbunden sind. Ursprünglich waren
Sektionaltore für Industriehallen gebräuchlich, doch
haben sie in den letzten Jahren auch für den
Privatgebrauch vor allem als Garagentore weite
Verbreitung gefunden. Obwohl das Sektionaltor technisch
aufwendiger und teurer ist als ein einfaches Schwingtor,
entscheiden sich viele Bauherren dennoch für ein
Sektionaltor. Im Vergleich zu anderen Toren braucht ein
Sektionaltor weniger Platz, da es über einen
Kettenantrieb senkrecht nach oben gezogen wird und dann
direkt unter der Decke verschwindet. Das beim Schwingtor
unvermeidliche Herausfahren des unteren Torteils
entfällt, was Raum vor dem Tor spart. Da das
Sektionaltor normalerweise doppelwandig ausgeführt ist,
ist es stabiler als andere Tore und hat eine größere
Laufruhe. Zwischen den beiden Stahlblechwänden befindet
sich oft eine wirksame Wärmedämmung. Zudem sind
Sektionaltore mit Rundumdichtungen versehen und bieten
eine größere Dichtigkeit.
Sektionaltor - Die Nachteile
Nachteilig ist beim Sektionaltor neben dem höheren
Anschaffungspreis besonders das Gewicht, das einen
elektrischen Antrieb beinahe obligatorisch macht. Die
anspruchsvollere Technik macht das Sektionaltor
wartungsaufwendiger als ein einfaches Schwingtor,
besonders die Laufrollen sollten regelmäßig kontrolliert
und geschmiert werden. Der wichtigste Punkt sind aber
Sicherheitsbedenken: ein Sektionaltor wird meist
elektrisch heruntergefahren und kann bei Unachtsamkeit
besonders für kleine Kinder gefährlich werden und diese
einquetschen. Deshalb ist das
Sektionaltor eines
seriösen Herstellers mit entsprechenden Sensoren sowie
Notentriegelungen ausgestattet und seine Sicherheit wird
entsprechend der DIN-Norm EN 13241-1 geprüft.
Sektionaltor und die Technik die dahinter steckt
Die einzelnen Segmente laufen beim Sektionaltor über
Rollen in seitlich angebrachten Schienen ähnlich einer
Kette. Diese Schienen sind am oberen Ende gebogen und
verlaufen unter der Garagendecke waagrecht weiter. Über
einen elektrischen Antrieb mit 230 V oder 400 V wird die
Topsektion (also die oberste Sektion) nach oben und
hinten gezogen und zieht die anschließenden Sektionen
dann hinter sich her, bis alle unter der Decke
verschwunden sind. Manchmal findet man auch
Sektionaltore, die von Hand geöffnet und geschlossen
werden. Wegen des vergleichsweise hohen Gewichtes ist
dies jedoch eher selten der Fall, und dann meist in
Verbindung mit Gegengewichten. Einige der Sektionen sind
oft mit Fenstern versehen, vor allem bei größeren
Sektionaltoren für Hallen ist oft im Sektionaltor selbst
noch eine Eingangstür eingelassen. Diese kann schneller
geöffnet und geschlossen werden und vermindert außerdem
den Wärmeverlust. Das am unteren Ende als Abschluss
angebrachte Bodenprofil verfügt über Sensoren zur
automatischen Abschaltung, wenn das Tor ganz geschlossen
ist oder wenn es auf Widerstand trifft, verursacht zum
Beispiel durch Kinder oder Haustiere. Unter diesem
Abschlussprofil befindet sich noch ein dauerelastisches
Bodendichtungsprofil zum Schutz gegen Kälte und als
Ausgleich für geringere Bodenunebenheiten. Um das
Einklemmen von Fingern in die Zwischenräume der
Sektionen oder in der Laufschiene zu verhindern, sind
meist zusätzliche Dichtungslippen angebracht, oder eine
besondere Konstruktionsweise verhindert das Entstehen
von Spalten im Scharnierbereich.